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Wenn der Behälter sich selbst meldet: Was wir in der Partnerschaft mit inotec bei RFID vorhaben

Autor:
Lilia Peters
Veröffentlicht am:
15.9.2026

In vielen Mehrwegkreisläufen entstehen Daten erst, wenn jemand scannt, zählt oder bucht. Dazwischen bleibt unsichtbar, wo sich Behälter befinden, wie lange sie unterwegs sind oder wo Verluste entstehen. Automatisierung wirkt nur, wenn Objektidentität und Prozessdaten sauber zusammenspielen.

Genau hier setzt die Partnerschaft mit inotec an. inotec macht Mehrwegobjekte mit RFID, 2D-Codes oder Inmould-Lösungen eindeutig identifizierbar. Loopario übersetzt diese Identität in digitale Prozessdaten zu Bestand, Umlauf, Zustand und Rückverfolgbarkeit. So entsteht ein abgestimmtes Gesamtkonzept aus Kennzeichnungstechnologie und digitaler Mehrwegverwaltung – mit weniger Abstimmungsaufwand und mehr Transparenz im Kreislauf.

Gemeinsam möchten wir Mehrwegobjekte eindeutig identifizierbar machen und ihren Kreislauf über den gesamten Lebenszyklus digital steuerbar halten.

Über inotec

Die inotec Barcode Security GmbH mit Hauptsitz in Neumünster ist Spezialist für intelligente Kennzeichnung, AutoID und digitale Objektidentität. Das Unternehmen entwickelt und produziert RFID-Transponder, Inmould-Labels sowie robuste Barcode- und 2D-Code-Lösungen für industrielle Anwendungen, bei denen Datenqualität, eindeutige Identifikation und zuverlässige Rückverfolgbarkeit entscheidend sind.

Seit über 40 Jahren macht inotec Produkte, Behälter und Ladungsträger eindeutig identifizierbar und digital nutzbar – von der Anforderungsanalyse über Material- und Lesetests bis zur Umsetzung im realen Prozess. Entwicklung, Produktion, Testkompetenz und Service liegen im eigenen Haus, zu hundert Prozent in Deutschland.

Gerade bei Mehrwegbehältern, RTIs und Pooling-Systemen liegt die Stärke von inotec in der passenden Kombination aus Kennzeichnung, Materialverständnis und Prozessintegration. Entscheidend ist, dass die Identität dauerhaft lesbar bleibt, zum Behältermaterial passt und zuverlässig an digitale Systeme angebunden werden kann.

Identität ab Werk

Eine Besonderheit im Portfolio sind Inmould-Lösungen. Die Kennzeichnung wird bei der Herstellung direkt in den Behälter eingebracht und Teil der Oberfläche. Für Mehrwegobjekte, die über Jahre im Umlauf sind und gereinigt, gestapelt und mechanisch belastet werden, ist das ein entscheidender Vorteil: Die Identität kann sich nicht ablösen. Gleichzeitig reduziert die integrierte Kennzeichnung potenzielle Schwachstellen wie Klebstoffe, Kanten oder nachträgliche Etikettierungsschritte – besonders relevant für Hygiene, Langlebigkeit, Manipulationsschutz und recyclinggerechtes Design.

Der RFID-Irrtum

Ein Missverständnis begegnet inotec häufig: RFID löst nicht automatisch jedes Prozessproblem. Ein Tag am Behälter bringt erst dann Mehrwert, wenn Tag, Antenne, Position, Lesepunkt und Softwareintegration zusammenpassen. Genau deshalb ist die Partnerschaft sinnvoll. Sie verbindet technische AutoID-Kompetenz mit Prozesslogik – damit ein System nicht nur im Test funktioniert, sondern auch im Alltag.

inotec setzt deshalb früh bei der konkreten Anwendung an: Aus welchem Material besteht der Behälter? Wird er gewaschen, gestapelt, tiefgekühlt oder chemisch belastet? Muss einzeln oder im Pulk gelesen werden? Daraus entsteht kein Standardetikett, sondern ein belastbares AutoID-Konzept mit passender Tag-Auswahl, Positionierung, Codierung und Validierung. Loopario greift die Ereignisdaten ab und übersetzt diese sauber in Bestände, Umläufe, Zustände und Verantwortlichkeiten.

Nahaufnahme zahlreicher grüner und blauer Leiterplatten mit Steckverbindern und Chips, verteilt auf einer blauen Fläche.

Zwei Kompetenzen, ein Objekt

Der Kontakt entstand auf der LogiMAT. Schnell wurde klar: Identifikationstechnologie und digitale Mehrwegprozesse müssen durchgängig zusammen gedacht werden. inotec weiß, welche Technologie ein Objekt braucht, um zuverlässig erkannt zu werden. Loopario weiß, welche Ereignisse ein Kreislauf braucht, um Bestände, Verantwortlichkeiten und Kennzahlen abzubilden. Ein gemeinsames Projekt startet deshalb an beiden Enden gleichzeitig: Die gewünschte Buchung bestimmt den Lesepunkt, die technischen Rahmenbedingungen bestimmen, welche Buchung dort zuverlässig möglich ist.

Kennzeichnung als Grundlage für digitale Mehrwegprozesse

Stellt euch einen Komponentenhersteller vor, der Kleinladungsträger zwischen mehreren Werken und Lieferanten bewegt. An der Rampe stehen ganze Stapeltürme Behälter auf Paletten. Erfasst wird oft nur die Palette – oder gar nichts, weil niemand jeden Behälter einzeln scannt.

Die Folgen sind bekannt: Bestände werden über uneinheitliche Nummern, manuelle Listen und Erfahrungswerte verwaltet. Fehlende Behälter fallen erst bei der Inventur auf, Umläufe und Verluste bleiben Schätzungen, Nachkäufe passieren vorsichtshalber.

Hier beginnt das gemeinsame Projekt. inotec klärt Behältermaterial, Oberfläche, Reinigungsprozess, Belastungen, Transponderposition und Lesbarkeit im Stapel. Daraus entsteht eine passende serielle RFID-, Inmould-, Barcode- oder 2D-Code-Kennzeichnung, die vor dem Roll-out getestet und bemustert wird.

Die eindeutige Objekt-ID wird anschließend als digitaler Zwilling mit dem Mehrwegprozess im Load Carrier Management System (LCMS) von Loopario verknüpft. Ausgabe, Rückgabe, Standort, Status, Reinigung, Prüfung und Verlustereignisse werden systematisch dokumentiert und auswertbar gemacht. Jedes Objekt hat dann eine dauerhafte Identität, und jeder Scan oder RFID-Lesevorgang aktualisiert den Datensatz dahinter. So lässt sich nicht nur beantworten, wie viele Behälter vorhanden sind, sondern auch, wo sie stehen, wie lange sie dort sind, in welchem Zustand sie sich befinden und bei welchem Partner sie regelmäßig hängen bleiben. Die Verbindung aus robuster Kennzeichnung und digitaler Prozesslogik schafft die Datengrundlage, um Mehrwegkreisläufe wirtschaftlich, auditfähig und PPWR-nah zu steuern.

Weißes Bürogebäude der inotec Barcode Security GmbH in Neumünster mit Firmenstele und drei Fahnenmasten (inotec-Fahnen und Europaflagge) vor blauem Himmel.
Firmensitz der inotec Barcode Security GmbH in Neumünster: Von hier aus entstehen AutoID-Lösungen, die künftig gemeinsam mit Loopario zu durchgängig digitalen Mehrwegprozessen verbunden werden.

Wohin die Partnerschaft läuft

Heute schon möglich ist die Verknüpfung von RFID-, Inmould-, Barcode- und 2D-Code-Kennzeichnungen, eindeutige Serialisierung, technische Bemusterung und Lesetests sowie die digitale Abbildung von Mehrwegobjekten und ihren Prozessereignissen im Loopario LCMS.

Für inotec ist die Partnerschaft ein klarer Schritt in Richtung datenfähiger Kennzeichnungssysteme. Die physische ID wird von Anfang an so ausgelegt, dass sie in automatisierten Prozessen stabile Daten liefert. Damit wird Kennzeichnung vom technischen Detail zum operativen Schlüssel für Transparenz, Compliance, Verlustreduktion und effizientes Poolmanagement.

Geplant sind gemeinsame Lösungspakete, standardisierte Schnittstellen und übertragbare Referenzprozesse für ausgewählte Mehrweganwendungen. Ziel ist ein klar beschriebenes gemeinsames Angebot und ein wiederholbarer Prozess vom Lesetest bis zum digitalen Go-live.

Wie viele Behälter habt ihr eigentlich noch?

Interessant wird die Kombination vor allem dann, wenn Buchungen heute lückenhaft oder gar nicht entstehen. Ebenso, wenn ihr Mehrwegkreisläufe und PPWR-nahe Prozesse digital abbilden möchtet.

Für den Einstieg braucht es kein fertiges Lastenheft. Eine kurze Beschreibung eures Prozesses, Angaben zu Objekten und Umgebungsbedingungen sowie Musterbehälter für erste Lesetests reichen aus. Danach folgen PoC, Pilotphase und abgestimmter Roll-out. Wie lange das dauert, hängt von Objekt, Technologie und Integrationsumfang ab, das schätzen wir lieber gemeinsam ein. Erzählt uns, wie eure Behälter heute unterwegs sind und wo die Erfassung abreißt – meistens zeigt schon ein erstes Gespräch, ob RFID der passende Hebel ist.

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Wir möchten Euch und Eure aktuellen Herausforderungen mit Mehrweg-Objekten kennenlernen. In einem ersten Schritt analysieren wir gemeinsam Euren Status Quo und prüfen, wo dort Potenzial für Optimierung und Automatisierung schlummert. Wenn wir eine passende Lösung für Euch haben, präsentieren wir Euch in einem zweiten Termin unsere Lösung an eurem Use Case.

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