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Fiege schafft mit Loopario durchgängige Transparenz im Ladungsträgermanagement

Moderne Lagerhalle mit hoch gestapelten türkisen Reifengestellen, gelber Fußgängermarkierung, Schutzgeländern und mehreren Schubmaststaplern im Hintergrund
Autor:
Lisa Marie Bornemann
Veröffentlicht am:
14.10.2026

Fiege schafft mit Loopario durchgängige Transparenz im Ladungsträgermanagement

  • Logistikdienstleister verwaltet rund 4,7 Millionen Ladungsträger
  • Loopario schafft Transparenz über Bestände, Bewegungen und Kosten
  • Ausweitung der Lösung auf sämtliche Ladungsträger geplant

Loopario (vormals Logistikbude) digitalisiert das Ladungsträgermanagement der Fiege-Gruppe. Das Dortmunder Tech-Unternehmen führt sein Load Carrier Management System (LCMS) zunächst für die Reifengestelle des Logistikdienstleisters ein. Fiege, bei dem insgesamt rund 4,7 Millionen Ladungsträger im Umlauf sind, erhält damit eine durchgängige digitale Abbildung seiner Prozesse sowie mehr Transparenz über Bestände, Bewegungen und Kosten. Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Projektphase soll die Lösung ab dem zweiten Quartal 2027 schrittweise auf sämtliche Ladungsträger ausgeweitet werden.

„Uns hat der ganzheitliche Ansatz des LCMS überzeugt: Loopario bildet das gesamte Ladungsträgermanagement ab. Hinzu kommen die ausgewiesene Expertise des Teams und die Reife der Lösung“, sagt Oliver Hüttermann, Director Business Administration Transport bei Fiege.

Operative und kaufmännische Abläufe verbinden

Bei Fiege durchlaufen täglich große Mengen unterschiedlichster Ladungsträger zahlreiche Prozesse an insgesamt 131 Standorten in 15 Ländern. Das Spektrum reicht von Europaletten, Gitterboxen und H1-Paletten über kundenspezifische Sonderladungsträger bis zu Gestellen für die Reifenlogistik. Die zugehörigen Informationen werden bislang in verschiedenen Systemen verarbeitet. Bewegungsdaten aus dem Transportmanagementsystem fließen teilweise automatisiert ein, die monatliche kaufmännische Bewertung erfolgt derzeit noch separat. Das LCMS von Loopario führt die Informationen künftig zusammen und verknüpft die operativen Ladungsträgerbewegungen mit ihrer wirtschaftlichen Bewertung.

„Mit Loopario können wir Bestände und Kosten verlässlich ermitteln, Abweichungen früh erkennen und Prozesse gezielt steuern – und damit für unsere Kunden unser Leistungsspektrum mit Blick auf unsere Dienstleistungen noch einmal professionalisieren und erweitern“, erklärt Hüttermann.

Darüber hinaus sollen die Abläufe stärker standardisiert und wiederkehrende manuelle Tätigkeiten reduziert werden. Das schafft in den Teams Freiraum für wertstiftendere Aufgaben. Weil auch die beteiligten Partner digital eingebunden werden, lassen sich Konten einfacher abstimmen und Differenzen schneller klären. Das Unternehmen verfolgt dabei drei konkrete Ziele: Erstens will Fiege alle Paletten- und Ladungsträgerbewegungen regelmäßig und vollständig kaufmännisch bewerten, also die eigene Gewinn- und Verlustrechnung für den Palettenbereich mit einem ganzheitlichen Ansatz optimieren. Zweitens soll der Automatisierungsgrad steigen – und drittens soll die Service-Leistung in Richtung der eigenen Kunden ausgebaut und qualifiziert werden. „Eine Null-Toleranz-Grenze gegenüber Verlusten ist fest in unseren Unternehmenswerten verankert. Loopario liefert uns die Prozesse und Daten, mit denen wir diesen Anspruch auch realisieren können“, sagt Hüttermann.  

Langer Lagergang zwischen hohen blauen Reifengestellen voller etikettierter Neureifen, am Ende des Gangs ein Mitarbeiter auf einem Schubmaststapler
Mit Loopario will Fiege seine Paletten und Ladungsträger durchgängig kaufmännisch bewerten, Prozesse stärker automatisieren und den Service für die eigenen Kunden ausbauen. (Foto: Fiege)

Start mit den Reifengestellen

Bereits im November 2025 begann ein Beratungsprojekt, in dem Fiege und Loopario die Potenziale der bestehenden Prozesse untersuchten. Seit dem operativen Projektstart im Juli 2026 bildet der Logistikdienstleister die Verwaltung der Reifengestelle an allen Reifenstandorten parallel zu den bestehenden Systemen in Loopario ab. Bis einschließlich Oktober 2026 werden die bisherigen Prozesse erfasst, relevante Informationen zusammengeführt und die Abläufe weiter standardisiert. Nach Abschluss dieser ersten Phase ist geplant, Loopario schrittweise auf alle weiteren Ladungsträger auszuweiten. Grundlage dafür ist eine Auswertung der bisherigen Ergebnisse.

Der Kontakt zwischen beiden Unternehmen entstand über den Ventures-Bereich von Fiege: Über F-LOG ist der Logistikdienstleister bereits an Loopario beteiligt. Mit dem operativen Einsatz des LCMS wird die Verbindung nun um eine konkrete Anwendung bei Fiege erweitert.

Markus Hüting, Principal bei F-LOG, sagt: „Wir haben das Potenzial von Loopario früh erkannt und uns deshalb über F-LOG an dem Unternehmen beteiligt. Dass die Technologie nun auch bei Fiege selbst zum Einsatz kommt, unterstreicht aus unserer Sicht die Praxisnähe und den Reifegrad des Konzepts.“

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Bildzeile: Seit Projektstart im Juli 2026 nutzt die Fiege-Gruppe das Load Carrier Management System Loopario zur digitalen Steuerung und Verwaltung seiner Reifengestelle. (Foto: Fiege)

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